So. Neustart.

Ich habe mich entschieden den Begriff Resilienz in Spielmechanismen umzusetzen. Folgendes habe ich an meinen Lehrenden geschrieben:

Ich habe eine ziemliche Schnapsidee an der ich mich aber dennoch dringend versuchen möchte: Ich möchte gerne ein (Brett-?)Spiel entwickeln, das dazu dient den Spielern Kompetenzen zu vermitteln. Serious Gaming, nur anders: Spielerische (planungs-)politische Bildung quasi.

Als Thema habe ich Resilienz als ultimative Komplexität prozessualen Handelns ins Auge gefasst. Nach dem Motto: Wenn ich Wirkmechanismen resilienter Regionen vermitteln kann, kann ich fast alles vermitteln. Eine der wichtigsten Säule von Resilienz ist die Agilität des Systems, die Transformationsfähigkeit und daher sind die wichtigsten Einflussgrößen nicht statischer, sondern prozessualer Natur: Und genau deshalb möchte ich auch ein prozessuales Vermittlungsinstrument wählen: Ein interaktives Spiel.

Es nervt mich ja schon länger, dass ich mit meinen methodischen Ansätzen im Rahmen des Nextkassel-Prozesses häufig am Vorwissen der Bürger, am Veranstaltungsformat oder einfach an meiner (Un-)Fähigkeit meine Gedanken vernünftig ins Wort zu überführen, scheitere. Ich habe ja meine Herangehensweisen und auch die Ansprüche im letzten Jahr deutlich angepasst und dahingehend eine ganze Menge dazu gelernt, möchte aber jetzt in der Masterarbeit das doch nochmal andersrum probieren und nicht ausschließlich mich und meine Methoden optimieren, sondern ein Werkzeug entwickeln um die Bürgerinnen und Bürger zu optimieren. Das mag eine total absurde Idee sein an der ich mich – gerade was die Auswahl des Themas Resilienz angeht – garantiert an irgend einem Punkt verheben werde: Probieren würde ich es trotzdem gerne.

Die richtigen Spielmechanismen als Analogie wissenschaftlich belegter Wirkmechanismen auszuwählen klingt nicht nur nach unglaublich viel Spaß sondern auch nach einem richtig schönem Experiment. Auch im wissenschaftlichen Sinne, dahingehend dass ich zumindest in Ansätzen überprüfen möchte, ob die Inhalte die ich vermitteln möchte auch beim Spieler ankommen und dementsprechend überprüfen, ob ein/dieses Spiel ein geeignetes Instrument ist.

Ich bin leider noch nicht so tief eingestiegen, dass ich ein solides Exposé und Zeitplan präsentieren könnte. Letztlich habe ich mich doch erst Ende letzter Woche dafür entschieden es doch über die Spiele-Schiene zu versuchen.

Und genau darum wird es in den nächsten Monaten hier gehen. Wie üblich wird dieses Blog eher Notizbuchcharakter haben, als wirklich als Publikationsmedium genutzt zu werden. Wer mitlesen mag, muss sich einen Account anlegen. Dann kann ich etwas Freier mit meiner Wortwahl umgehen und weiß wer mitliest. Menschen mit Account stimme zu, dass sie in meiner Statistik auftauchen und ich somit weiß wann wer was gelesen hat (mal so als Disclaimer 😉 ).

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